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Sonntag, den 18. Oktober 2009 um 19:28 Uhr

DIN EN 15821 für Holz - Saunaöfen veröffentlicht

(17.01.2011) Anfang des Jahres 2011 wurde die Produktnorm für holzbefeuerte Saunaöfen DIN EN 15821 "Mehrfach befeuerbare Saunaöfen zur Verfeuerung von naturbelassenem Scheitholz - Anforderungen und Prüfverfahren" veröffentlicht.

Title (english): DIN EN 15821 "Multi-firing sauna stoves fired by natural wood logs - Requirements and test methods"

Anwendungsbereich von DIN EN 15821 für Holz-Saunaöfen

DIN EN 15821 beinhaltet Anforderungen an mehrfach befeuerbare Saunaöfen, in denen die Steine separat vom Feuer und dem Abgas beheizt werden und bei denen auch mehrmals Brennstoff nachgelegt werden kann.

DIN EN 15821 legt Anforderungen an Auslegung, Herstellung, Konstruktion, Sicherheit und der Leistungsvermögen (Wirkungsgrad und Emission), Anleitung und Kennzeichnung und den entsprechenden Prüfverfahren für die Typprüfung von anerkannten Prüfstellen von mehrfach befeuerbaren Saunaofens zur Verfeuerung fester Brennstoffe fest.

Diese Saunaöfen können sowohl als vormontierte Feuerstätten als auch vom Hersteller vorgefertigte Feuerstätten, die aus vorproduzierten Komponenten bestehen, und die vor Ort gemäß der vom Hersteller mitgelieferten Einbauanleitung aufgestellt werden.

Handwerklich gefertigte Installationen sind nicht enthalten. Diese Geräte können ausschließlich naturbelassene Holzscheite gemäß der Herstelleranleitung verbrennen.

DIN EN 15821 ist nicht anwendbar für

  • einfach befeuerbare Speichersaunaöfen, in denen die Steine direkt durch das Feuer und die Abgase einer einmaligen Brennstoffbefüllung beheizt werden
  • mechanisch beschickte Saunaöfen
  • Saunaöfen mit Verbrennungsluftgebläse
  • Saunaöfen mit wasserführenden Bauteilen
  • Saunaöfen mit eingebauten Heizzug
  • Saunaöfen mit elektrischem Anschluss

Definition von Saunaöfen

Nach Erläuterungen von DIN EN 15821 sind Saunaofen Feuerstätte, mit einem integrierten Feuerraum, der eine Feuertür hat, die normalerweise geschlossen ist. Dieser gibt Wärme ab in Form von Strahlung und/oder Konvektion und ist mit Steinen oder anderen hitzespeicherndem Material ausgestattet, das durch Aufgießen von Wasser heißer Wasserdampf/ aufsteigender Dampf durch die heißen Saunasteine erzeugt. Der Saunaofen kann auch heißes Wasser zum Waschen liefern, wenn er mit einem offenen Wasserbehälter ausgestattet.

Definition von mehrfach befeuerten Saunaöfen

Mehrfach befeuerbarer Saunaofen, sind Saunaofen, in dem die Steine separat vom Feuer und den Abgasen angeordnet sind und indirekt durch das Feuer und die Abgase erhitzt werden. Auch während des Saunabades kann der Feuerraum mit mehreren aufeinander folgenden Brennstofffüllungen beschickt werden.

CE-Kennzeichnung von Saunaöfen für Holz

DIN EN 15821 "Saunaöfen" ist bereits im Official Journal der EU gelistet. http://ec.europa.eu/enterprise/newapproach/nando/....
Als Datum der Anwendung wurde der 01.07.2011 festgesetzt. Die Übergangsfrist endet am 01.07.2012.

Somit können ab 01.07.2011 und müssen ab 01.07.2012 alle holzbefeuerten Saunaöfen nach DIN EN 15821 mit einer CE-Kennzeichnung gekennzeichnet werden, sofern diese Saunaöfen alle Anforderungen der DIN EN 15821 einhalten und dies gemäß dem Aufgabenbereich des Anhang ZA der Norm von einer nach DIN EN 15821 akkreditierten Feuerstättenprüfstelle nachgewiesen worden ist.

DIN EN 15821 "Saunaöfen" kann beim Beuth-Verlag bestelllt werden.


Norm DIN 4734-1 für dekorative Ethanolfeuerstellen veröffentlicht

(04.01.2011) Der Weissdruck der Norm DIN 4734 Teil 1 für dekorative Ethanolfeuerstellen (Gelkamine, Dekokamin, Bioofen,..) wurde im Januar 2011 veröffentlicht.

Deutscher Titel: DIN 4734-1:2011-01 "Dekorative Feuerstellen für flüssige Brennstoffe - Dekorative Geräte, die unter Verwendung eines Ethanol basierten flüssigen oder gelförmigen Brennstoffes eine Flamme erzeugen - Teil 1: Nutzung im privaten Haushaltsbereich"

Titel (englisch): Fireplaces for liquid fuels - Decorative appliances producing a flame using ethanol based or gelatinous fuel - Part 1: Use in private households

DIN 4734-1  beinhaltet Vorgaben zur Bau-, Betriebsweise, Betriebssicherheit und Kennzeichnung dekorativer Geräte, die unter Verwendung eines Ethanol basierten flüssigen oder gelförmigen Brennstoffes eine Flamme erzeugen. Weiterhin beinhaltet die Norm Vorgaben zu den Anleitungen und der werkseigenen Produktionskontrolle der entsprechenden Geräte.

Für Hersteller und Verbraucher ist es wichtig, dass die neuen Anforderungen an dekorative Ethanolfeuerstellen (Ethanol-Öfen) von einer neutralen Feuerstätten - Prüfstelle nachgewiesen werden sollten.

DIN 4734-1 kann beim Beuth-Verlag bestellt werden (http://www.beuth.de/langanzeige/DIN-4734-1/de/135632910.html)


Europäische Harmonisierung der Pelletöfen, EN 14785 "Raumheizer für Pellets"

(03.02.2010) Veröffentlichung der EN 14785:2006 „Raumheizer zur Verfeuerung von Holzpellets – Anforderungen und Prüfverfahren“ im Amtsblatt der Europäischen Union.

Nach langjähriger Wartezeit ist nun endlich EN 14785:2006 "Raumheizer für Pellets" europäisch harmonisiert worden, siehe bei NANDO.

Die Veröffentlichung der EN 14785:2006 im Amtsblatt der Europäischen Union legt den Zeitpunkt für die Anwendung der europäisch harmonisierten Norm EN 14785 für Pelletöfen fest. Ab dem 01.01.2010 ist somit die EN 14785 als harmonisierte europäische Norm verbindlich anzuwenden. Ab diesem Zeitpunkt ist die Kennzeichnung mit dem CE- Zeichen möglich.

Die Übergangsfrist für die Umsetzung dieser Harmonisierung beträgt 1 Jahr. Das bedeutet, dass ab dem 01.01.2011 die CE- Kennzeichen und die Konformitätserklärung auf Basis der europäisch harmonisierten Norm EN 14785:2006 auf Basis der Bauproduktenrichtlinie für alle Pelletöfen verbindlich anzuwenden ist.

Bisher war eine CE-Kennzeichnung für Pellet-Raumheizer auf Basis der Maschinenrichtlinie möglich.


Norm (Entwurf) E DIN 4734 für dekorative Ethanolfeuerstellen wird veröffentlicht

(01.11.2009) DIN 4734 Feuerstätten für flüssige Brennstoffe - Dekorative Geräte, die unter Verwendung eines Ethanol basierten flüssigen oder gelförmigen Brennstoffes eine Flamme erzeugen, Ausgabe : 2009-10

Diese Norm beinhaltet Vorgaben zur Bau-, Betriebsweise und Kennzeichnung Dekorativer Geräte, die unter Verwendung eines Ethanol basierten flüssigen oder gelförmigen Brennstoffes eine Flamme erzeugen. Weiterhin beinhaltet die Norm Vorgaben zu den Anleitungen und der werkseigenen Produktionskontrolle der entsprechenden Geräte.

Für Hersteller und Verbraucher ist es wichtig, dass die neuen Anforderungen an dekorative Ethanolfeuerstellen (Ethanol-Öfen) von einer neutralen Feuerstätten - Prüfstelle nachgewiesen werden sollten.


Bundesrat ändert und beschließt Novelle der Kleinfeuerungsanlagen-Verordnung
1. BImSchV

(22.10.2009) Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 16. Oktober 2009 beschlossen, der 1. BImSchV (Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen - 1. BImSchV) nach Änderungen zuzustimmen.


Bundestag verabschiedet Novelle der Kleinfeuerungsanlagen-Verordnung 1. BImSchV

(5.7.2009) Der Deutsche Bundestag hat in seiner Sitzung vom 2. Juli 2009 in zweiter Lesung die Novelle der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) verabschiedet. Für Einzelraumfeuerungen für feste Brennstoffe wie Kaminöfen und andere kleine Feuerungsanlagen sollen demnach in Zukunft strengere Umweltauflagen in Form von Emissionsgrenzwerten gelten. Außerdem werden Mindestwirkungsgrade verlangt. Darauf macht der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. aufmerksam, der an der Erarbeitung dieser Verordnung im Vorfeld der Beratungen beteiligt war.

"Mit der Verabschiedung der Kleinfeuerungsanlagen-Verordnung durch den Deutschen Bundestag wurde ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Planungs- und Investitionssicherheit für Hersteller und Verbraucher zurückgelegt. Das hilft vor allem, die Feinstaubbelastung weiter zu reduzieren", so Frank Kienle, Geschäftsführer des HKI. "Nach einhelliger Meinung soll sich dadurch der heutige Ausstoß von 24.000 Tonnen jährlich bis zum Jahr 2025 halbieren."

Dieses Ziel soll mit einer neuen Generation von Feuerungsanlagen sowie durch Sanierungsregelungen bei bestehenden Anlagen erreicht werden. Mit der vom Bundestag verabschiedeten Novelle werden die Vorgaben für Öfen und Heizungen, in denen feste Brennstoffe wie Holz und Braunkohlenbriketts verfeuert werden, zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren an die technischen Weiterentwicklungen bei der Verringerung der Schadstoffemissionen angepasst.

Lange Übergangsfristen sollen für Investitionssicherheit sorgen.

Die Einführung der anspruchsvollen Anforderungen erfolgt ab Inkrafttreten der Verordnung in zwei Stufen. Die Einhaltung dieser neuen Anforderungen wird in einer Typprüfung in dafür vorgesehenen Prüfstellen überprüft. Kontrollmessungen beim Betreiber der Feuerstätte sind dagegen nicht vorgesehen.

Für die Einhaltung der Anforderungen bei bestehenden Einzelraumfeuerungsanlagen sind lange Übergangsfristen vorgesehen, die schrittweise ab 2014 gelten sollen. Einzelraumfeuerungen, die die für sie jeweils vorgeschriebenen Anforderungen nicht erfüllen, müssen mit einer geeigneten Emissionsminderungs-Maßnahme, z.B. einem Filter, ausgerüstet oder ausgetauscht werden.

Ausgenommen von einer Austausch- bzw. Nachrüstungspflicht sind Grundöfen, Kochherde, Backöfen, Badeöfen und offene Kamine sowie Öfen, die vor 1950 errichtet wurden. Auch wenn für eine bestehende Einzelraumfeuerungsanlage für feste Brennstoffe eine entsprechende Herstellerbescheinigung vorliegt oder durch eine Vor-Ort-Messung die Einhaltung der Grenzwerte für Staub von 150 mg/m³ und für Kohlenmonoxid (CO) von 4 g/m³ nachgewiesen werden kann, ist ein zeitlich unbegrenzter Betrieb weiterhin möglich.

Generell befreit von der Einhaltung von Grenzwerten sind zudem auch Einzelraumfeuerungsanlagen in Wohneinheiten, deren Wärmeversorgung ausschließlich über diese Anlagen erfolgt. Somit sind die umwelt- und gesundheitspolitischen Ziele auf eine sozialverträgliche Weise erreicht worden.

Betroffen von einer Nachrüstung oder einem möglichen Austausch sind somit ältere Geräte, die nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen und lediglich als Zusatzheizung dienen. Maßgeblich ist hierbei das Herstellungsjahr. Für Öfen, die 1974 oder noch früher hergestellt worden sind, gilt der 31.12.2014 als Stichtag. Diese Modelle sind dann mindestens 40 Jahre alt. Es folgen in drei weiteren Schritten:

* Bis zum Jahresende 2017 die Prüfreihen von 1975 bis 1984,
* zum Ende des Jahres 2020 die Jahre 1985 bis 1994 und
* zu Ende 2024 alle Geräte ab 1995 bis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verordnung.

Abschließend steht jetzt noch die Entscheidung des Bundesrates aus.

 


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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 18. Januar 2011 um 20:16 Uhr