Samstag, 27 Mai 2017
 
 
Anforderungen an Ethanolfeuerstellen PDF Drucken E-Mail
Auf der Grundlage der Beschlüsse des Sachverständigenausschusses Feuerungsanlagen und der Feuerungsverordnung (FeuV) gelten in Deutschland dekorative Feuerstellen für den flüssigen Brennstoff Ethanol mit einem Durchsatz von weniger als 0,5 l/h als Geräte, die nicht an eine Abgasanlage angeschlossen werden müssen. Bei Betrieb dieser Geräte darf ein mittlerer CO2-Gehalt in der Raumluft von maximal 5000 ppm nicht überschritten werden. Außerdem muss in der Aufstellungs- und Bedienungsanleitung die Angabe „Gerät ist für die Raumheizung nicht geeignet“ enthalten sein.

Seit Angang November ist folgender Normentwurf veröffentlicht:

E DIN 4734 : 2009-10 "Feuerstätten für flüssige Brennstoffe — Dekorative Geräte, die unter Verwendung eines Ethanol basierten flüssigen oder gelförmigen Brennstoffes eine Flamme erzeugen"

Diese Norm beinhaltet Vorgaben zur Bau-, Betriebsweise und Kennzeichnung dekorativer Geräte, die unter Verwendung eines Ethanol basierten flüssigen oder gelförmigen Brennstoffes eine Flamme erzeugen. Weiterhin beinhaltet die Norm Vorgaben zu den Anleitungen und der werkseigenen Produktionskontrolle der entsprechenden Geräte.

Für Hersteller und Verbraucher ist es wichtig, dass die neuen Anforderungen an dekorative Ethanolfeuerstellen (auch bekannt unter Ethanol-Öfen, Bioethanolofen, Ethanolkamin) von einer neutralen Feuerstätten - Prüfstelle nachgewiesen werden sollten.

Im Einzelnen werden u.a. folgende Anforderungen an Ethanolfeuerstellen (Ethanolöfen) gestellt:

Anforderung an:
  • Bauweise
  • Werkstoffe
  • Standsicherheit
  • Sicherheit gegen Umstoßen
  • Sicherheit gegen Austritt von Brennstoff beim Anstoßen an das Gerät
  • Sicherheit gegen Kippen und Rutschen
  • Sicherheit gegen Auslaufen von Brennstoff
  • Sicherheit beim Zünden und Wiederanzünden aus dem kalten/warmen Zustand
  • Verbrennungsgüte (CO2, CO)
  • Brennstoffdurchsatz (< 0,5 l/h)
  • Betriebssicherheit
  • Brandsicherheit
  • Berührungsschutz
  • Vorhersehbare Fehlanwendung
  • Sichtbarkeit der Flamme
  • Elektrische Sicherheit
  • Kennzeichnung
  • Anleitungen
  • Werkseigene Produktionskontrolle

Detaillierte Informationen sind im Beitrag über die Prüfverfahren nach E DIN 4734 zu finden.

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 28. Dezember 2010 um 19:04 Uhr